SEO Tipps: Vermeiden Sie diese 10 Fehltritte

"Unsere Fehlschläge sind oft erfolgreicher, als unsere Erfolge" - Henry Ford

"Irren ist menschlich, aber im Fehler zu verharren, ist teuflisch" -  Hieronymus

Die Welt ist voller schlauer Zitate, wenn es um das Begehen von Fehlern geht.
Fehltritte können zwar lehrreich, aber gerade in der SEO kostspielig sein. Die Beschaffenheit der SEO sorgt dafür, dass Fehler sich erst spät bemerkbar machen.

Wer aus den Fehlern anderer lernt, braucht sie nicht selber zu begehen.

Der Erfolg kommt schneller.

Im Folgenden zeige ich Ihnen meine SEO-Tipps, welche die zehn häufigsten Fehler beschreiben, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

Sie gefährden den Erfolg Ihrer SEO-Kampagne drastisch, wenn sie nicht bemerkt werden. Teilweise sind sie nur schwer korrigierbar. Dafür kommen sie in der Praxis recht häufig vor. 

Kurzer Exkurs: SEO-Erfolge in Zahlen

Eine gut geplante und durchgeführte SEO-Kampagne belohnt die Initiatoren mit einem hohen ROI. In einer 2013 durchgeführten Studie wurden Unternehmer zur Rentabilität ihrer SEO-Maßnahmen befragt:

  • 27% aller Unternehmern gaben an, dass ihre SEO-Maßnahmen „sehr rentabel“ sind.
  • Ungefähr 53% würden ihre SEO-Maßnahmen als rentabel bezeichnen. 
  • Dennoch konnten 13% der befragen Unternehmen lediglich einen Break-Even erreichen,
  • während weitere 7% sogar Verlust machten.

Somit lässt sich behaupten, dass nur ein Drittel das volle SEO-Potenzial ausschöpft.
Allerdings sind 80% aller Kampagnen rentabel gewesen.

Nun hat sich in den letzten 5 Jahren eine Menge geändert. Zahlreiche Google-Updates haben es Webmastern erschwert herausragende Ergebnisse im Suchmaschinenmarketing zu erzielen. Der Fokus liegt heute auf der Kreation und Verbreitung erstklassiger Inhalte. Wer sich daran hält, kann weiterhin mit Erfolgen in der SEO rechnen. 

Wie Sie den SEO-Supergau vermeiden

Die aufgelisteten zehn SEO-Fehler sind mir in den letzten 5 Jahren am häufigsten begegnet.

Wenn Sie sicherstellen wollen, dass Sie zu dem oberen Drittel gehören und die Effektivität Ihrer SEO-Maßnahmen nicht schwächen, sollten Sie folgende Umstände vermeiden. 


#1. Keyword-Dichte ist TOT!


Keyword-Dichte ist tot (1)

Die Keyword-Dichte war lange Zeit eine der beliebtesten Metriken der OnPage-Optimierung.

Heutzutage danach zu optimieren ist allerdings, wie mit Dynamit zu fischen:

Der absolute Overkill.

Wer heutzutage noch nach dieser Metrik optimiert, riskiert eine saftige Abstrafung im Sinne des Penguin-Updates.

Das Penguin-Update im Jahr 2012 richtete sich gegen Spam-Maßnahmen, wie Keyword-Stuffing (Überoptimierung von Keywords), spammige verweisende Links (Backlinks) oder Cloaking (Verschleierung von bestimmten Inhalten). Seitdem besteht SEO eher aus nachhaltigem Content Marketing und dem Kreieren der bestmöglichen Inhalten als aus dem Versuch, den Algorithmus auszutricksen. 

Es gibt ein berühmtes SEO-Plugin für WordPress, das eine Keyword-Dichte von 0,5 bis 2,5 % vorschlägt. Auch wenn dieses Plugin insgesamt hervorragend ist, würde ich von dieser Empfehlung Abstand nehmen.

Die Keyword-Dichte würde ich nur noch heranziehen, um eine Überoptimierung zu vermeiden.

Persönlich habe ich bei einem Projekt die Erfahrung gemacht, dass eine Obergrenze von 0,8 % des Hauptkeywords angemessen ist. Nachdem ich die Keyword-Dichte von 2 % auf 0,8 % verringert habe, konnte ich einen Anstieg der Rankings innerhalb weniger Tage feststellen.

Am besten vernachlässigen Sie die Keyword-Dichte komplett und schreiben einfach natürlich. Beim Lektorat und der Nachoptimierung des Textes sollte geprüft werden, ob die Obergrenze von 0,8 % eingehalten wurde.

Wichtiger als Keyword-Dichte sind LSI-Keywords. Das sind semantisch-verwandte Suchbegriffe des Hauptkeywords. 

John Mueller

Webmaster Trends Analyst @ Google

keyword density, in general, is something I wouldn’t focus on. Search engines have kind of moved on from there.” 2014

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nach Keyword-Dichte zu optimieren ist veraltet!
  • 0,8% des Hauptkeywords pro Unterseite sind Obergrenze.
  • Natürliche Texte enthalten Keywords meistens häufig genug.
  •  LSI-Keywords sind wichtiger.


#2. Responsive Design ungleich Mobile Optimierung


Mehr als die Hälfte des gesamten Internet-Traffics stammt von mobilen Endgeräten, wie Smartphones oder Tablets.

In Zahlen: 58%

Leider wird dieser Aspekt von den meisten Unternehmen noch unterschätzt. Auch wenn im B2B-Bereich viele User mit dem Desktop suchen, ist ein Verzicht auf den mobilen Traffic einer großer Fehler.

Zudem gab es im Q1 2018 eine bemerkenswerte Veränderung. 

Google hat den "Mobile First Index" ausgerollt. Seitdem bewertet die Suchmaschine zuerst die mobile Version  einer Webseite, um die Relevanz der Inhalte, die User-Signale und die technische Performance zu bewerten. 

Spätestens seitdem sollten Unternehmen die mobile Version ihrer Webseite optimieren. Und zwar mit Vorrang!

Drei Arten der mobilen Webseite

1. Separate URLs

Die mobile Version einer Webseite kann unter einer separaten URL ausgeliefert werden,  etwa unter einer Subdomain "mobile". Die mobile Version dieser Unterseite könnte so aussehen: mobile.robinkube.com/seo-tipps/.

Wegen des hohen technischen Nachoptimierungsbedarfs, um Duplicate Content zu vermeiden, ist diese Methode jedoch nicht empfehlenswert.

2. Dynamische Auslieferung

Im Rahmen der dynamischen Auslieferung werden zwei unterschiedliche HTML-Versionen ausgeliefert. Leider werden häufig falsche Formate ausgeliefert, etwa die Desktop-Version auf einem iPhone. 

Zudem müsste für jedes mobile Endgerät eine eigene Version erstellt werden, um auf allen Bildschirmen korrekt dargestellt zu werden.  Der Aufwand ist damit ungerechtfertigt hoch.

3. Responsive Design (und Editing)

Responsive Design ist die beste Lösung für die mobile Optimierung. Das Layout der Webseite wird automatisch an alle Displaygrößen angepasst. 

Dennoch gilt:

Die Vernachlässigung des mobilen Traffics entsteht nicht dadurch, dass kein responsive Design verwendet wird. Die meisten WordPress-Themes verfügen über eine Responsive Design-Version.

In den meisten Fällen erfüllt dieses Standard Responsive Layout allerdings weder die Bedürfnisse des Users noch die Anforderungen von mobilen SEO. Alleine ein Responsive Design eines Themes zu verwenden, reicht nicht aus, um den Anforderungen der mobilen SEO gerecht zu werden. 

Es muss händisch nachgebessert werden. 

Die Antwort lautet: Responsive Editing.

Dabei wird zwar das Konzept Responsive Design genutzt. Allerdings werden bestimmte Elemente so editiert, dass sie nur auf der Desktop oder der mobilen Version dargestellt. 

Die Elemente werden einzeln untersucht und händisch angepasst. 

Ein Ziel des Responsive Editing ist die Verkleinerung der Seitengröße, um die mobile Ladezeit zu verringern. 

So können optimierte Inhalte für das jeweilige Format kreiert werden, während der Aufwand überschaubar bleibt. Es müssen keine zusätzlichen Seiten erstellt und keine aufwendige technische Nachbereitungen vorgenommen werden. 

Daher gilt es sich zu merken:

Responsive Design reicht nicht für die mobile Optimierung. Erst  Responsive Editing erfüllt den Job.

(Ich werde das Thema ausführlich in einem weiteren Artikel behandeln).

Das Wichtigste in Kürze:

  • Mehr als die Hälfte des Internet-Traffics findet auf mobilen Endgeräten statt. 
  • Google bewertet die mobile Version einer Webseite zuerst (Mobile First Index).
  • Responsive Design ist die effektivste Variante einer mobilen Webseite.
  • Erst mit Responsive Editing ist Responsive Design effektiv. 

#3. Nicht der Start wird belohnt, sondern das Durchhalten


Erwartung vs. Realität...

Ein großes Missverständnis von Kunden und Neulingen im SEO betrifft den notwendigen langfristigen  Erwartungshorizont und die Dauer einer Kampagne, bis diese Früchte trägt. 

SEO ist nicht PPC. Es können keine Ergebnisse über Nacht erwartet werden. 

Hier greift interessanterweise ein menschliches Prinzip, das auch aus der Börsenpsychologie bekannt ist.  
Es gibt zahlreiche Ähnlichkeiten zwischen dem Investieren in eine Aktie und dem Investieren in Content oder ein bestimmtes Keyword. 

Das Stichwort lautet: Verzerrte Erwartungen.

In einer perfekten SEO-Welt und der Traumvorstellung eines jeden Unternehmens würde es wie folgt ablaufen: 

Der Content wird kreiert. Am nächsten Tag indexiert. (Das ist noch möglich). Daraufhin werden eine Woche lang Backlinks gesetzt. Nach 2 Monaten ist das neue Projekt in den Top 3. 

Nicht ganz...

Es gibt da einige Spielverderber: 

  • Die Google Sandbox
  • Konkurrenz
  • Algorithmus-Updates
  • Skull
    Abstrafungen bzw. Grenzen im Linkaufbau bezüglich der Natürlichkeit

Je nach Branche und Konkurrenz sollte eher damit gerechnet werden, dass eine Kampagne nach 3 bis 6 Monaten Früchte trägt. 

Und das nur bei kontinuierlicher Arbeit. Pannen, Pausen und Fehlgriffe können den Prozess verzögern. 

Bei SEO gilt, wie auch sonst im Leben: Nur die Harten kommen in den Garten. Oder die Hartnäckigen. 

SEO ist ein Geduldsspiel.

Wer allerdings dranbleibt und kontinuierlich arbeitet wird reichlich entlohnt:

  • Mit organischem, zielgerichteten Traffic.
  • Mit einem verlässlichen, berechenbaren Kundenstrom.
  • Mit einem nachhaltigem digitalen Vermögenswert für Ihr Unternehmen.
SEO ist ein Marathon (1)

Das Wichtigste in Kürze:

  • SEO ist eine langfristige Marketing-Maßnahme.
  • Erst bei regelmäßiger Pflege und Arbeit entfaltet sie ihr volles Potenzial (In Nischen mit geringer Konkurrenz reicht einmalige Arbeit).
  • Nach 3 bis 6 Monaten sind Ergebnisse erkennbar.


#4. Page Speed vernachlässigen


Schnell, schneller, Lichtgeschwindigkeit.

So oder so ähnlich sollte sich die Ladezeit Ihrer Webseite anfühlen. 

Ladezeitoptimierung ist das SEO-Stichwort 2018
Das liegt mit Sicherheit daran, dass Google im Januar 2018 die Ladegeschwindigkeit als offiziellen Ranking-Faktor eingeführt hat.

Seitdem werden Ladegeschwindigkeiten erhöht, wo es nur geht. 

Doch nicht nur deswegen sollten Webmaster den PageSpeed im Auge haben.

Schon bereits 2008 wurde im Rahmen einer Studie der Aberdeen Group, Amazon und eBay festgestellt, welche enormen Auswirkungen die Ladegeschwindigkeit auf die User Signale und damit auf den Erfolg einer Webseite hat. 

Die Ergebnisse sind beeindruckend.

Benötigt eine Webseite beim Laden eine Sekunde länger, führt das zu:

  • 7% weniger Conversions
  • 11% weniger Seitenaufrufen
  • 16% schlechtere Kundenzufriedenheit

Der SEO-Erfolg einer Webseite wird dadurch an mehreren Stellen beschnitten. 

  • Weniger Verkäufe = Geringerer wirtschaftlicher Erfolg
  • Schlechtere User-Signale: Höhere Absprungrate, geringere Verweildauer = Schlechtere Rankings
  • Geringere Anzahl wiederkehrender Besucher = Schlechte Branding-Wirkung

Wie Sie sehen, ist PageSpeed eine lohnenswerte Stellschraube Ihrer Webseite. Die positiven Effekte einer ladezeitoptimierten Webseite machen sich schnell bemerkbar.

Mir ist aufgefallen, dass folgende Aspekte häufig die Ursache für eine langsame Ladezeit sind:

  • Desin über alles: Ein großartiges Design ist wirkungsvoll, einprägsam und einzigartig. Na klar! Leider vergessen viele Web Designer und Entwickler, dass eine kommerzielle Webseite einem Zweck dient: Sie soll verkaufen. Die Kunst im Online Marketing liegt daher nicht in der Darstellung möglichst aufwendiger Designs und komplexen Grafiken. Es muss die Balance zwischen verkaufsförderndem Design und technischen Aspekten, der Ladezeit und der Usabilty, getroffen werden. Viele Webseiten wurden für den Chef oder das eigene Ego gestaltet, nicht aber für den Nutzer und Kunden. 
  • Vernachlässigung der mobilen Seite: Wie oben kurz angerissen, ist die Vernachlässigung der mobilen Version einer Webseite einer der häufigsten SEO-Fehler. Auch im Rahmen der Ladegeschwindigkeit spielt das eine Rolle. Seit Einführung des mobile First Index, bewertet Google die mobile Version einer Webseite zuerst. Auch die Ladegeschwindigkeit. Die Wechselwirkung zwischen Ladegeschwindigkeit und Usability  unterliegt besonderen Umständen. Zunächst laden mobile Endgeräte aufgrund der technischen Umstände Webinhalte langsamer. Viele User sind zudem unterwegs und laden Seiten mit mobilem Internet. Schlanke Formate von mobilen Seiten schlagen hier die Konkurrenz. Durch geringere Ladezeiten und daraus resultierende bessere User-Signale belohnt Google aus zweierlei Gründen mit besseren Rankings. 
  • Technische Überladung: Wer zu stark auf Usability optimiert und alle möglichen Spielereien auf seiner Seite unterbringt, riskiert eine technische Überladung. Der positive Effekt einer Webseite, die den Nutzern Gamification bietet, wird durch die schlechte Ladezeit vernichtet. Ein Quiz oder anderweitiger dynamischer Content kann seinen Nutzen nur entfalten, wenn er schnell geladen wird. Das regelmäßige Aufräumen, überprüfen und bewerten der Notwendigkeit bestimmter technischer Aspekte wird häufig vernachlässigt und führt zu einer unnötig langen Ladezeit. 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Ladezeit einer Webseite ist offizieller Ranking-Faktor.
  • Ladezeit unter 2 Sekunden ist erstrebenswert. 
  • Pro Sekunde geringere Ladezeit --> 7% mehr Conversions.
  • Seiten häufig technisch und medial überladen. Usability kommt vor Design.


#5. Content falsch ausgerichtet


Content für die Maschine und nicht für den Leser

Ein Griff ins Klo.

Die SEO-Maßnahme floppt. Gemerkt wird es nach 6 Monaten.

Der wahrhaftiger Albtraum für jeden Online-Marketer. 

Ein gravierender und nur schwer korrigierbarer Fehler in der SEO ist eine falsche Ausrichtung des Contents.

Viel zu häufig verfassen Content Creator SEO-Artikel, die ausschließlich für die technischen Rahmenbedingungen der SEO geschrieben wird. Es wird völlig vergessen, dass am Ende ein User den Artikel lesen, verstehen und am besten lieben soll. Die SEO-Anforderungen sollen lediglich den Rahmen für den Artikel darstellen.  

Wird die technische Grundlage allerdings zu stark gewichtet und vergessen darüber hinaus einen guten Artikel zu schreiben, schreckt er die User durch gähnende Langeweile ab. 

Typisch sehen solche Artikel so aus: 

"H1: Keyword

Kurze Einleitung

H2: Was ist Keyword"


Ein guter SEO-Artikel ist auf Anhieb nicht als solcher zu erkennen:

  • Er begeistert die Leser mit hochwertigen Informationen oder 
  • berührt Sie emotional. 
  • Er ist holistisch,
  • trifft die Suchintention
  • lässt den Besucher seine Suche befriedigt abschließen. 

Je nach Suchintention kann die Suche in einem Ereignis enden, wie dem Kauf eines Produktes oder dem Eintragen in einen Newsletter.

Für das Ego, den Chef oder die persönlichen Präferenzen

Eine weitere Art der falschen Ausrichtung des Contents trifft ebenfalls viele Unternehmen. 

Der Sinn und Zweck des Contents werden verfehlt, wie ein Produkt, für das auf dem Markt keine Nachfrage existiert. 

Derartige Fehlgriffe lassen sich wissenschaftlich erklären. 

Menschen unterliegen tendenziell dem "falschen Konsens-Effekt" .

Sie gehen davon aus, dass die eigenen Präferenzen, Annahmen, Theorien, Wünsche und Gedanken überwiegend von der Mehrheit geteilt werden. Das ein Konsens vorliegt. Dem ist nicht so.

Daher neigen Anfänger tendenziell dazu, Content zu erstellen, der zwar ihnen selbst gefällt, aber vom Markt nicht angenommen wird.

Gerade bei Firmenwebseiten neigen wir dazu, Texte so aufzuzeigen, dass sie uns selbst gefallen, anstatt dem User. Informative Webseiten werden häufig so dargestellt, dass sie den eigenen Präferenzen entsprechen, anstatt den durchschnittlichen Besucher ansprechen. 

Derartiger SEO-Content kann zwar ranken, doch wird in der Regel nicht zieldienlich performen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Viele SEO-Artikel werden nur für die Maschine und nicht den Leser geschrieben.
  • Der Fokus sollte auf bestmöglicher Usability liegen.
  • Mehrwert für den Leser und Markt, nicht für das Ego oder persönliche Vorlieben.
  • Artikel sollte einzigartig-hohe Qualität zum Thema aufweisen.


#6. "Link-Geiz" ist nicht geil


Als Werbetexter muss ich meinen Hut vor diesem Slogan ziehen. 
Wohl kaum ein anderer Werbespruch in Deutschland hatte so eine Wirkkraft, wie der von Saturn. 

"Geiz ist geil!" - Das hat wohl jeder schon mal gehört. 

Während die Sparwut in Deutschland uns als Verbraucher große Vorteile beschert, sabotieren sich Webmaster mit dieser Ideologie im Linkaufbau selbst.

Backlinks werden zu enormen Preisen verkauft. Der Begriff "Linkschleuder" wird als Todesurteil für die Qualität einer Webseite verwendet, wenn sie zu viele ausgehende Links hat. 

Das ist kompletter Irrsinn. 

Manche SEOs sind der Meinung, dass der "Linkjuice" verlorengeht, wenn auf besonders viele Seiten extern verlinkt wird. 

Ich hingegen habe festgestellt, dass die thematische Relevanz einer Webseite wichtiger ist, um gute Rankings zu erzielen.

Google will zu jeder Suchanfrage das optimale Ergebnis liefern. Thematische Relevanz spielt dabei eine große Rolle. Um diese zu bewerten, werden auch ausgehende Links evaluiert.

Meine persönliche Erfahrung hat mir gezeigt, dass eine Seite sogar sehr gut und schnell rankt, wenn ich auf eines der Top 3 Suchergebnisse des anvisierten Keywords verlinkt habe. 

Es sollte also ein Paradigmenwechsel stattfinden. 

Kontraintuitives Denken ist hier angebracht. Sich von der Angst zu lösen, einem Konkurrenten, der bereits zum Suchbegriff rankt, einen Backlink zu schenken und damit etwas vom eigenen wertvollem Linkjuice zu verlieren, wird mit besseren Rankings belohnt.

ALLERDINGS:
Sie sollen nun natürlich nicht sinnlos auf die TOP 3 Ihres gewünschten Suchbegriffes verlinken. Gehen Sie bedacht und strategisch vor. Welches Ergebnis stellt keine Konkurrenz für das Ziel meines Contents dar? Das einfachste Beispiel: Ist ein Wikipedia-Artikel unter den Top 5 für Ihren anvisierten Suchbegriff, wäre er ein geeignetes Linkziel. Da Wikipedia unkommerziell ist, kann es Ihre wirtschaftlichen Interessen nicht komprimieren. Es ist ein gutes Linkziel, um sich daran hochzuziehen.


Sie hängen sich quasi an das Ranking der anderen Webseite heran und lassen sich mitziehen. ​

Zudem können externe Links auf passende Ressourcen verweisen, die dem User nützlich sind. Das zeugt in den Augen von Google von einer guten Usability. 

​Ich habe diese Methode den "Wasserski-Effekt" getauft. 

Springen Sie über Ihren Schatten und probieren Sie es aus. Es wird sich lohnen!

Das Wichtigste in Kürze:

  • "Linkgeiz ist nicht geil".
  • Auf Konkurrenten eines Keywords kann verlinkt werden. Wasserski-Effekt.
  • Bessere Rankings dank thematischer Relevanz zu erwarten.
  • Paradigmenwechsel sollte stattfinden: Überwindung der Angst auf Konkurrenten zu verlinken wird mit besseren Rankings belohnt. 


#7. CTR-Optimierung ignorieren


Zugegeben:

Manche Aspekte der Suchmaschinenoptimierung sind echte Handarbeit. Gerade diese Bestandteile können äußerst erfolgsversprechend sein.

Etwa die Optimierung der Click-Through-Rate. In diesem Zusammenhang meine ich die CTR von den Suchmaschinenergebnissen auf Ihre Seite. 

Tatsächlich ist es eine der einfachsten Methoden, um Ihren organischen Traffic zu steigern. Besonders wenn die Seite schon auf Seite 1 bei Google rankt. 

Die Optimierung der Title-Tags und der Meta-Description kann kontinuierlich vorgenommen werden. 

Durch das Hinzufügen anderer Titel, Zahlen, Klammern und Symbolen können Besucher dazu animiert werden, die Seite eher zu besuchen. SEO und die Searchers Journey beginnt schon an dieser Stelle. 

Wer die CTR-Optimierung vernachlässigt, lässt organische Besucher und damit bares Geld auf dem Tisch. 

Insgesamt kann die CTRO folgende Aspekte umfassen: 

  • Für Featured Snippet optimieren 
  • Für Rich Snippet optimieren
  • Title optimieren
  • Space Shuttle
    Meta-Description optimieren
  • Space Shuttle
    URL-optimieren

Die Performance kann mit Tools wie YoRocket getestet werden. Es hat eine Funktion für A/B-Splittests. 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Klickraten-Optimierung wird häufig unterschätzt. 
  • Es ist eine einfache Methode mehr Traffic zu generieren, wenn die Seite bereits auf der ersten Seite bei Google rankt. 
  • Kann kontinuierlich optimiert und getestet werden. 


#8. Standard Content produzieren


Das Internet ist schnelllebig.

So wie das Verhalten der Nutzer. Wir werden tagtäglich mit Informationen überflutet. Die Aufmerksamkeitspanne ist dabei gering

Damit Content Marketing, denn nichts anderes ist auch das Suchmaschinenmarketing, richtig funktioniert, müssen die Inhalte herausstechen. 

Besonders entscheidend ist dabei der erste Blick. Ein User entscheidet in der Regel innerhalb von 4 Sekunden, ob er auf einer Webseite bleibt oder nicht. 

Innerhalb dieser 4 Sekunden muss der Funken überpringen.

Im Sinne der Kosteneffizienz sollten Sie sich bei jedem SEO-Artikel vornehmen, den besten Artikel zu schreiben, der zum Thema oder Keyword existiert. 

Kreieren Sie einen erinnerungswürdigen Artikel, der unterhaltsam ist oder so informiert, dass Leser ihn weiterempfehlen wollen. 

Nicht nur Ihre Leser werden es Ihnen danken. Herausragender Content lässt sich leichter promoten und minimiert daher die Offpage-Aufwendungen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Kreieren Sie immer herausragenden Content. 
  • Dadurch werden Sie erst relevant. 
  • Er lässt sich leichter promoten, minimiert  den Offpage-Aufwand und perfomt insgesamt besser. 


#9. SEO-Tipp. Tuen Sie Gutes und Sprechen Sie darüber


Erstklassigen Content zu kreieren ist für zielgerichtete und erfolgreiche SEO unabdinglich. 

Doch Ihre Arbeit trägt erst Früchte, wenn sie gesehen wird. 

Viele Webmaster lassen hochwertigen Content kreieren, versäumen allerdings ihn zu promoten.

Die Erstellung ist erst die Hälfte der Arbeit für einen  SEO. 

Die Promotion des Contents für SEO sollte in Form von Linkaufbau erfolgen. 
Bevor die Maßnahmen greifen stehen allerdings andere Formate zur Verfügung:

  • Das Teilen in sozialen Medien
  • Paid Ads in sozialen Medien
  • PPC in Suchmaschinen
  • rocket
    Outreach an Influencer und Branchenkollegen
  • rocket
    Reddit
  • rocket
    Email-Marketing
  • rocket
    WhatsApp und sonstige Messenger

Nicht nur können Sie so schon Besucher generieren, bevor organischer Traffic entsteht. Sie beschleunigen auch die organische Entwicklung der Rankings. 

Daher gilt:

Kreieren Sie guten Content und verbreiten Sie ihn!

Das Wichtigste in Kürze:

  • Content muss immer promotet werden. 
  • In der SEO besteht die Promotion aus Linkbuilding. 
  • Bis Ergebnisse sichtbar sind, sollten andere Promotionsmaßnahmen ergriffen werden. 


#10. Falsche Keywords targetieren (Suchintention verfehlen)


Keyword-Recherche ist essentiell!

Kreativ, visionär und endgültig.

Die Keyword-Recherche ist das Herzstück einer jeder SEO-Kampagne. 

Sie entscheidet über den Erfolg und Misserfolg der Maßnahmen. Es überrascht also wenig, dass hier viele Fehler gemacht werden, die später nur schwer bis kaum korrigierbar sind. 

Doch welche Fehler werden gemacht? 

Häufig werden Keywords anvisiert, deren Suchintention nicht zum Ziel der Maßnahme passt. Es wird ein Keyword gewählt, hinter dem sich eine informationelle Suchintention bewirbt. Statt einem informativen Artikel wird allerdings eine Dienstleistung oder ein Produkt beworben (komerzielle Suchintention).

Der Suchende möchte sich allerdings nur informieren und (noch) nichts erwerben. Er wird an der falschen Stelle der Searchers Journey abgeholt. Doch auch anders herum ist es denkbar. 

Zum Beispiel ranken für den Suchbegriff "Aktien Broker" in den Top 10 ausschließlich Vergleiche von Aktien Brokern. 

Hinter diesem Suchbegriff steckt eindeutig eine kommerzielle Intention. Offensichtlich haben User zu dem Suchbegriff Broker-Vergleiche bevorzugt. Sie befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium ihrer Journey. Die Absicht, in einen Broker einzuzahlen, ist schon konkret.  

Eine informationelle Suchintention, die sich mit einem Artikel "Was ist ein Online-Broker?", befriedigen lässt, ist hier nicht zu finden. 

SEO TIPP Nr. 10

Der erste informationelle Artikel findet sich erst auf Seite 2 an 19. Stelle. Hier hätte ein reiner Info-Artikel die Suchintention komplett verfehlt.

Ohne eine manuelle Überprüfung der Suchintention im Rahmen der Keyword-Recherche, wäre dieser Umstand, rein durch die Betrachtung der Daten der SEO-Tools, nicht zu Tage gefördert worden. 

Ich würde sogar behaupten, die Verfehlung der Suchintention ist der häufigste Fehler bei der Keyword-Recherche. 

Wenn Sie lernen wollen, wie man erfolgreich in 2018 Keyword-Recherche betreibt, können Sie meinen bald erscheindenen Artikel lesen oder Kontakt zu mir aufnehmen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Erfolgsfaktor der Keyword-Recherche ist die Identifikation der Suchintention. 
  • Fehler in der Keyword-Recherche sind nur schwer korrigierbar. 
  • Der Erfolg oder Misserfolg hängt maßgeblich von der Qualität der Keyword-Recherche ab. 

Fazit

Nachhaltige Suchmaschinenoptimierung kann nur mit langfristigem Content Marketing einhergehen. Der Teufel steckt oft im Detail. So werden manche Fehler erst bemerkt, wenn eine unnötige Maßnahme bereits ergriffen wurde. Dadurch entstehen unnötige Kosten. 

Vertrauen Sie auf Experten, die Erfolge vorweisen können und optimierte Prozesse aufgesetzt haben. 

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